Projekt 2017

Brot für die Welt unterstütz Partner in Vietnam

 Brot für die Welt

Fast 700 Millionen Menschen weltweit haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Jeder Dritte lebt ohne sanitäre Einrichtungen. DieWasserknappheit trifft vor allem die Menschen in den Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas. 

Auf dem Land muss das knappe Wasser oft von weit entfernten Quellen geholt werden. Es sind meist Frauen, die das kostbare Gut kilometerweit schleppen müssen. Deshalb unterstützt Brot für die Welt mit seinen Partnerorganisationen vor Ort Menschen dabei, Brunnen und Toiletten zu bauen und klärt über Hygiene auf. Wasser ist ein Geschenk Gottes. Das ist die klare Botschaft der Bibel. Doch der Zugang zu Wasser wird für viele Arme immer schwerer. Dazu trägt auch bei, dass etwa ein Fünftel des weltweit in der Landwirtschaft eingesetzten Wassers in „virtueller“ Form ins Ausland exportiert wird. Auch für unsere Ernährung oder unsere Kleidung werden Felder in trockenen Regionen zum Beispiel für Futtersoja oder Baumwolle aufwändig bewässert. Dieses Wasser fehlt dann den Menschen vor Ort.

In diesem Jahr stellen die Kirchengemeinden in der Hannoverschen Landeskirche darum ein Wasserprojekt in den Mittelpunkt. In Vietnam geht es um sauberes Trinkwasser:
Der Gang auf die Toilette kann gefährlich sein – nämlich dann, wenn nur eine Latrine auf Stelzen zur Verfügung steht, so wie die hinter Huynh Thi Hues Haus. Etwa zwei Meter über einem Wasserloch steht das kleine„Häuschen“ auf vier dicken Bambusrohren. Eine abenteuerliche Konstruktion. Die Situation änderte sich mit Vo Van Tuan, dem
ehrenamtlichen Helfer und Trainer beim Roten Kreuz. Seine Aufgabe ist es, mit den Menschen in Thanh Tan, einem Dorf im Mekong-Delta in der Nähe der südvietnamesischen Stadt Ben Tre, über Themen wie Hygiene, Umweltschutz und Mülltrennung zu sprechen. Er informierte Huynh Thi Hue über das Projekt, das das Rote Kreuz mit Unterstützung von Brot für die Welt durchführt. Gegen einen Eigenbeitrag, der von der finanziellen Situation des Haushalts abhängt, bekommen arme Familien einen Regenwassertank oder eine Latrine.


„Wasser ist ein großes Problem hier“, erklärt Vo Van Tuan. Die Wasserlöcher und das Flusswasser seien unsauber. Trotzdem
nutzten es viele Menschen im Dorf als Trinkwasser – aus Mangel an Alternativen. Eine seiner Aufgabe ist es, den Menschen den Zusammenhang zwischen dem dreckigen Wasser und den Krankheiten zu erklären.

Auch Huynh Thi Hue beherzigt die Ratschläge der Rotkreuz-Mitarbeitenden. Langsam lässt sie
Chlorpulver in einen Tonkrug rieseln, der bis zum Rand mit Flusswasser gefüllt ist. Mit einem Stock rührt sie kräftig um. Zum Kochen und Trinken erhitzt Hue es allerdings nochmal über ihrer Feuerstelle. „Sicher ist sicher“,
sagt die Großmutter bestimmt. „Seitdem ich diese Regel beachte, hat mein Enkel keinen Durchfall mehr.“

Brot für die Welt 

 

In den Haushalten sind Hygiene und das Wassersparen wichtige Themen.

Vo Van Tuan, der ehrenamtliche Helfer des RotenKreuzes klärt über die Wasssernutzung auf.

 

 

Die Organisation Ben Tre Red Cross ist Partner von Brot für die Welt
 
Und so können Sie spenden:
Spendenkonto Bank für Kirche und Diakonie
IBAN: DE10 1006 1006 0500 5005 00