Rat und Beistand

Was tun, wenn ein Leben endet...

Engel 

 

 Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

Dietrich Bonhoeffer 

Ein vertrauter und geliebter Mensch stirbt oder ist gestorben.
Mit Hinweisen, wie Sie den Abschied gestalten können, welche Formalitäten zu beachten sind und was bei den verschiedenen Arten der Bestattung zu bedenken ist, möchten wir, die Kirchengemeinde St. Willehadi, Ihnen gerne zur Seite stehen.
 
 
 
Vorweg ein wichtiger Hinweis:
auch Personen, die einer anderen bzw. keiner Konfession angehören, können auf unserem Friedhof beigesetzt werden.
 

In Frieden sterben

Wenn ein Leben zu Ende geht, vertrauen Christen auf die Nähe Gottes. Spürbar wird dieses im gemeinsamen Gebet, beim Singen eines Liedes oder beim Lesen eines Bibelwortes. Ihr Pastor, Ihre Pastorin ist gern bereit, zu Ihrem sterbenden Angehörigen zu kommen und mit ihm (und nach Wunsch auch mit Ihnen) das Abendmahl zu feiern.
 
In Bremen und Bremervörde gibt es stationäre Hospize, die Schwerkranken ein würdevolles Sterben ermöglichen und deren Angehörige beraten. Schwerkranke Menschen werden dort aufgenommen, sofern eine häusliche Pflege nicht in Frage kommt. Bei Letzterer könnte Sie der ambulante Hospizdienst unseres Diakonischen Werkes unterstützen. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Palliativzimmer des hiesigen Kreiskrankenhauses in Anspruch zu nehmen.
 
Erste Informationen erhalten Sie auch hier: 

Der Abschied – sich Zeit nehmen 

Wenn ein Mensch gestorben ist, muss ein Arzt verständigt werden, der den Totenschein ausstellt. Der Leichnam muss nicht umgehend abgeholt und bestattet werden, Verstorbene dürfen bis zu 36 Stunden im Hause bleiben.
Auch viele Krankenhäuser bieten in besonderen Räumen die Gelegenheiten an, die Verstorbene bzw. den Verstorbenen aufzubahren. Zünden Sie Kerzen an, nehmen Sie sich Zeit, um sich von dem geliebten Menschen zu verabschieden. Dabei kann Sie auch ein(e) Pastorin oder ein Pastor begleiten. Wenn der Tod zu Hause eingetreten ist, kann vor der Überführung auch eine Aussegnung vorgenommen werden. Auch hierzu setzen Sie sich bitte mit Ihrem Pastoren bzw. Ihrer Pastorin in Verbindung.
Es ist auch möglich, den Leichnam selbst herzurichten.
 

Formalitäten

Das von Ihnen gewählte Bestattungsunternehmen berät Sie in vielen Fragen, die zu überlegen und zu entscheiden sind. Für dieses Gespräch legen Sie bitte folgende Urkunden des Verstorbenen bereit:

Geburtsurkunde
Personalausweis
Heiratsurkunde (bei Ehepartnern)
evtl. Sterbeurkunde des verstorbenen Ehepartners
evtl. Unterlagen zur Rentenversicherung
 
Der Bestatter informiert auf Ihren Wunsch den zuständigen Pastor; dieser wird dann Kontakt zu Ihnen aufnehmen, um ein Trauergespräch zu verabreden.

 
Das Trauergespräch – das Leben würdigen, die Trauer teilen, die Trauerfeier vorbereiten 

Mit Ihrer Pastorin oder Ihrem Pastor können Sie über Ihre Trauer und Ihren Schmerz sprechen, über Ihren verstorbenen Angehörigen und welche Bedeutung er oder sie für Ihr Leben hatte. Sie können ihm wichtige Lebensdaten nennen, auf schöne und auch schwere Zeiten eingehen, Menschen und Lebensumstände nennen, die dem Verstorbenen wichtig waren und den Ablauf der Trauerfeier besprechen. Sie können aktiv bei deren Gestaltung mitwirken, Lieder und einen Bibelspruch aussuchen, der die Grundlage für die Predigt sein kann. Das kann zum Beispiel der Tauf-, Konfirmations- oder Trauspruch sein. Musikalisch wird die Trauerfeier in der Regel von der Orgel begleitet.
 

Die Todesanzeige – der Trauerbrief – Trauer mitteilen

Mit einer Todesanzeige in der Zeitung oder mit Trauerbriefen können Sie den Tod des verstorbenen Menschen bekannt geben. Es gibt vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten: mit einem Bibelwort, mit den eigenen persönlichen Gefühlen oder auch mit einem Foto des Verstorbenen.
 

Das Grab – der Erinnerung einen Ort geben

Ein Grab ist ein Ort der Trauer, der Andacht und der Erinnerung. Der zu unserer Gemeinde gehörende Friedhof liegt in der „Langen Straße“, im Herzen Osterholz-Scharmbecks, sozusagen mitten in unserem Leben.
Informationen über alle Modalitäten der Bestattungsformen und Gebühren finden Sie unter dem Stichwort „Grabformen und Gebühren“, nähere Informationen über den Friedhof erhalten Sie unter dem Stichwort „Friedhof“ auf der Internetseite unserer Kirchengemeinde.
 

Die Trauerfeier – trauern und sich trösten lassen

In der Trauerfeier nehmen Sie Abschied. Zum Trauergottesdienst gehören Lieder, Gebete, Lesungen, die Predigt und der Segen. Lieder und Worte, die Trauernden schon seit Jahrhunderten Trost und Kraft geben.
Sie helfen zu klagen über das, was bedrückt und zu danken für das, was schön war und können vielleicht inmitten von Verzweiflung Trost geben.
Bei der Erdbestattung sind Sie dabei, wenn der Sarg in die Erde gesenkt wird. Die Pastorin bzw. der Pastor zitieren biblische Texte, die Sie der christlichen Hoffnung vergewissern, die über den Tod hinausgeht. Denn selbst der Tod vermag nicht, uns von Gottes Liebe zu trennen. Abschließend wird gemeinsam das Vaterunser gebetet und den Anwesenden der Segen Gottes zugesprochen.
Bei einer Urnenbeisetzung, die einige Zeit nach der Trauerfeier stattfindet, kann die Pastorin oder der Pastor ebenfalls dabei sein. Der Ablauf entspricht dem der Erdbestattung.

Häufig findet die öffentliche Trauerfeier in Anwesenheit des Sarges statt, auch wenn eine Feuerbestattung gewünscht wird. Wegen der nachfolgenden Kremierung kann die Urne dann erst einige Tage später beigesetzt werden, was häufig im engsten Kreis geschieht. Auch hierbei würde Sie Ihre Pastorin bzw. Ihr Pastor gern begleiten. Ferner besteht die Möglichkeit, die Trauerfeier nach bereits erfolgter Verbrennung mit der dann anwesenden Urne zu begehen. Die Beisetzung könnte so im unmittelbaren Anschluss an die Trauerfeier erfolgen.
Beileidsbekundungen am Grab werden heute von vielen Angehörigen nicht mehr gewünscht. Nach unserer Erfahrung kann jedoch gerade das Mitteilen der Anteilnahme den Hinterbliebenen Kraft schenken.
Hingegen ist die Tradition einer gemeinsamen Mahlzeit nach der Beisetzung nach wie vor lebendig. Es ist ein wichtiger Weg vom Grab über das Verlassen des Friedhofes bis hin zur gemeinsamen Mahlzeit mit Menschen, die einem näher oder ferner stehen – zurück ins Leben.
 

Gemeindegottesdienst und Ewigkeitssonntag – der Toten gedenken und für die Trauernden beten

Am Sonntag nach der Beerdigung sind Sie eingeladen, am Gemeindegottesdienst teilzunehmen. Dort wird des verstorbenen Menschen vor Gott gedacht und für die Angehörigen gebetet.
Am Ewigkeits– oder Totensonntag, dem Sonntag vor dem 1. Advent, gibt es Gedenkgottesdienste für die Verstorbenen des vergangenen Jahres.
 

Trauerbegleitung – getröstet und gestärkt werden

Für Menschen, die allein oder besonders belastet sind, bietet die Kirche bzw. das Diakonische Werk Trauerbegleitung an. Für besondere Trauersituationen, sei es der Tod von Kindern, sei es ein Suizid, gibt es darüber hinaus spezielle Hilfen. 
 
Trauerbegleitung des Diakonischen Werkes:
Für weitere Fragen kontaktieren Sie gerne unsere Pastoren oder die Friedhofsverwaltung im Kirchenbüro. 
Wir wünschen Ihnen alles Gute und Gottes Segen.