2014-11-30 Brot für die Welt

 Brot für die Welt

2015 Foto zum Projekt

Foto: Brot für die Welt/Florian Kopp

 Brot für die Welt/Quinoaernte

Brot für die Welt

Nachricht 19. Februar 2020

Unsere Gemeinde unterstützt in diesem Jahr ein Projekt in Mexiko

Auf der Suche nach den Verschwundenen

 

Mehr als 40.000 Menschen gelten in Mexiko offiziell als verschwunden. Da die Behörden nichts unternehmen, um ihr Schicksal aufzuklären, suchen die Angehörigen auf eigenen Faust nach ihnen. SERAPAZ, eine Partnerorganisation von Brot für die Welt, steht ihnen bei.

Alles kann eine Spur sein. Eine Kuhle im sandigen Boden Der beißende Gestank nach Verwesung. Ein Schuh oder eine Jacke im Gebüsch. Eine Änderung im Farbverlauf des Ackers. Danach suchen sie. Mitten in der Wüste. Tage, Monate, viele schon Jahre lang. „Das müssen wir tun, denn die Behörden interessieren sich nicht für uns“, sagt Lisbeth Ortega und zieht sich wieder den Schal vor den Mund, der sie vor dem Staub der Wüste im Norden Mexikos schützt. Es sind Mütter, die ihre verschwundenen Kinder suchen. Schwestern suchen nach Brüdern, Ehefrauen nach ihren Gatten. Sie tragen weiße T-Shirts mit Fotos ihrer Vermissten. Nur ein paar wenige haben grüne T-Shirts an. Das sind die Glücklichen, die ihre Angehörigen gefunden haben. Verscharrt im Niemandsland.

 Es kann jeden treffen in Mexikos Drogenkrieg. Schuldig oder unschuldig. Besonders aber junge Leute. Es reicht, zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort zu sein. Mit der falschen Person zu reden, dem Falschen zu vertrauen oder zu gefallen.

Die Ungewissheit lähmt.

Helfen Sie! Brot für die Welt und die Partnerorganisationen brauchen Ihre Unterstützung!

https://www.brot-fuer-die-welt.de/projekte/mexiko-verschwundene/