Kirchenmusik

Tango-Messe ...kann im Moment nicht stattfinden - ein späterer Aufführungstermin steht noch nicht fest. Weitere Einzelheiten demnächst hier.

Die Scharmbecker Kantorei studiert die Tango-Messe "Misa a Buenos Aires" von Martín Palmeri ein. Palmeri wurde 1965 in Argentinien geboren und studierte Komposition, Chorleitung, Dirigieren, Gesang und Klavier. Er schuf zahlreiche Werke, die in Form und Harmonik vom Tango Nuevo inspiriert sind. Der Tango Nuevo wurde ab dem Jahre 1955 von Astor Piazolla in Argentinien entwickelt. Er verbindet die traditionellen Elemente des Tango Argentino mit Anleihen aus der Neuen Musik des 20. Jahrhunderts.

Mit der Misa Tango ist Palmeri eine wundervolle Synthese aus dem Lateinischen Messetext und dem von Piazolla geprägten Tango gelungen. Der argentinische Tango galt zunächst aufgrund seines Ursprungs aus den Einwanderervierteln und Bordellen als verrucht und war kirchlich verboten. Eine Zusammenführung der liturgischen Texte und des rhythmusbetonten, lateinamerikanischen Tanzes scheint daher auf den ersten Blick nicht naheliegend. Gleichwohl hat das Prinzip, kirchenferne Musik aufzunehmen, eine ursprüngliche evangelische ursprüngliche evangelische Tradition. Martin Luther hat bekanntlich Tanz- und Liebeslieder benutzt, um seinen eigenen Werken zu Popularität zu verhelfen. In der Misa Tango erweitert die lateinamerikanisch angehauchte Atmosphäre bei der Darstellung des Messetextes die Charakteristik und die Intensität der Emotionen: flehende Bitte, freudiges Lob, Schmerz und Trauer durch den Kreuzestod Jesu, Freude über die Auferstehung, Bitte um Frieden.

Interessierte Sängerinnen und Sänger sind herzlich eingeladen, bei diesem Projekt mitzusingen. Wegen der Notenstellung ist eine Anmeldung erforderlich. Mehr Infos bei Kirchenmusikerin Caroline Schneider-Kuhn (T: 04791-905404 oder schneider-kuhn@willehadi.de

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